In der traditionellen europäischen Heilkunde geht es wie in allen traditionellen Heilverfahren darum, den Körper durch gezielte Reizsetzungen zur Selbtregulation anzuregen.
Die Reize können unterschiedlicher Natur sein, z.B. Kälte, Wärme, Seeluft, Wechselbäder oder Substanzen, die dem Körper als "Aufmunterung zur Aktivität" dienen.
Paracelsus hatte erkannt, dass eine Substanz, die an sich giftig ist, in geringer Dosierung positive Auswirkungen haben kann, weil der Körper den negativen Reiz (Noxe) kennenlernt und Abwehrmechanismen entwickelt.
Ich beschreibe es immer so, dass der Körper beim Anblick eines Angreifers erwacht und mobil macht. Dabei darf der Angreifer nicht übermächtig sein und die Verteidigung niederrennen, und er darf nicht so schwach sein, dass der Körper sich kaum bemüßigt fühlt, einzuschreiten.
Welche Reize gesetzt werden, hängt vom Patienten selbst ab. Die Dosis muss dem Patienten so angepaßt sein, dass keine Überforderung des Systems eintritt, aber andererseits die Reizschwelle, ab der er reagieren kann, überschritten wird.
Es ist die Konstitution eines Patienten, die erste Hinweise gibt, wieviel Dosis wieviel Wirkung erzielen könnte. Ich erhalte diese Hinweise zur Konstitution u.a. aus der Irisdiagnose.
Die Iris gibt auch Hinweise zum Vegetativum, Immunsystem, Durchblutung und Bindegewebe. Dies sind nach meiner Auffassung die Hauptsäulen der naturheilkundlichen Behandlung. Jedes meiner ganzheitlichen Therapiekonzepte berücksichtigt diese Regulationsmechanismen, um die Eigenregulation und Regenerationsfähigkeit des Körpers wieder herzustellen und einer naturheilkundlichen Regulationstherapie zu entsprechen. |